Woher kommt eigentlich der Hanf? Schon seid Jahrtausenden wird er bei den Chinesen und Indern benutzt und fand hierrüber seine Pfade nach Europa und der ganzen Welt. Die ersten Funde deuten auf China 2800 vor Christus hin, als die ersten Seile gedreht aus Hanffasern gedreht wurden, und Textilien überwiegend aus Hanf hergestellt wurden. Gerade hier wurde Hanf wiederholt zum Revolutionär der Branche. Und bereits 100 vor Christus wurde in China das erste Papier der Welt aus Hanf hergestellt. Erst jedoch, als die Schiffahrt für die Europäer wichtiger wurde, wollte man auch hier Marihuana anbauen. Denn die Segel der Schiffe mussten harten Bedingungen und immer heftiger ausfallender Feuchtigkeit standhalten. Auch dafür war das Hanf bestens geeignet, denn anders als viele andere Stoffe, kann es bis zu 30% seines eigenen Gewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, und kontinuierlich wieder abstoßen. Dadurch waren nur die schlimmsten Stürme auf See eine Gefahr für die Bootsmänner.
Der Niedergang
Doch als im achtzehnten Jahrhundert die Baumwollproduktion industrialisiert wurde, konnte man selbst durch verschiedene Marihuana Samen nicht mehr die Menge an Lainen produzieren, wie es die Baumwollwirtschaft tat. Und der Rückgang der Segelfahrt tat ihr Übriges. Nachdem die Zellstoffgewinnung aus Holz im neunzehnten Jahrhundert erfunden worden war, schwand die Bedeutung des Hanf auch für die Papierindustrie. Und als Russland mit seinen Importfasern Abace, Sisal und Jute die Märkte an sich riss, gerieten auch die letzten Bastionen der Hanferzeugung in Vergessenheit. Heute wird in Europa nur noch in Frankreich Nutzhanf angebaut und hauptsächlich zur Herstellung von Zigarettenpapier genutzt. Ein wachsendes Interesse lässt sich heute wieder in der Modeindustrie vermelden. Da Hanf eine natürliche Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten besitzt, ist der Einsatz von Pestiziden völlig unnötig. Und da sich aufgrund des dichten Wuchses der Hanfpflanze noch nicht mal Unkraut bilden kann, ist eine völlig ökologische Anbauweise möglich.