Museumsführungen

Moderne Kunst oder die Werke alter Meister beherbergen zu Weilen chiffrierte Botschaften, die sich dem Auge und Verständnis schnell entziehen. Teilweise liegt das am zeitlichen Kontext, der – als bekannteres Beispiel – einem Apfel eine besondere Bedeutung zuweist, teilweise aber an der speziellen Biografie eines Künstlers. Als besonderer Repräsentant dieser letzteren Gattung mag sicher Joseph Beuys zählen, der mit Fett und Fellen besondere Kriegserlebnisse verarbeitete und abbildete. Selbst Kunstexperten haben daher Probleme damit, Kunst ohne geeignete Museumsführungen eindeutig zu interpretieren.

Voll des Wissens

Führer, die Museumsführungen durchführen sind in der Regel Fachleute eines speziellen Fachgebietes, die der Zeit oder dem Werk direkt zu entstammen scheinen – so ausgeprägt und fundiert ist ihr Wissen rund um das Bild, die Skulptur oder Installation, die sich im Museum unserem Blick ausstellt. Werke aus früheren Jahrhunderten machen Museumsführungen beinahe zur Pflicht, so groß kann die Wissensvertiefung- und Erweiterung sein, die uns durch die wertvollen Erklärungen und Hinweise bei Museumsführungen zuteil wird. Warum wurde diese spezielle Farbart gewählt? Welche Bedeutung haben die Objekte und ihre Anordnung auf dem Bild? Und: Welche Wirkung hatte das so scheinbar unspektakuläre Gemälde zum Zeitpunkt seines Erscheinens? Diese und andere Fragen werden uns bei Museumsführungen eloquent beantwortet.

Digitale Führer

Immer häufiger begegnet man in Museen Führern einer besonderen Art: Digitale Museumsführer. Vertieft in die Informationen und einen Blick auf das Museumsobjekt richtend, lauschen so immer mehr Menschen den Museumsführern, die telefonähnlich oder Teils als Headset benutzt werden und aus denen gespeicherte Informationen abgerufen werden können. Dabei wird zwischen zwei Systemen unterschieden, um die Informationen abzurufen. Es gibt einerseits sogenannte Hotspots, die von den Geräten erkannt werden und so die Informationen zu den Werken automatisch vermitteln. Andere Systeme verlangen die Eingabe eines Zahlen- oder Zeichencodes, das in der Nähe des Museumsobjektes angebracht ist. Doch digital oder menschlich: Museumsführer sind nahezu unentbehrlich!