Tipps für Reisen in islamische Länder

Die Deutschen reisen im Urlaub bekanntermaßen gerne ins Ausland. Wenn es nicht gerade Alpenländer wie Österreich oder berüchtigte Destinationen wie die „Party-Insel“ Mallorca sein sollen, fällt die Wahl oft auf die Mittelmeer-Gegend.

Dabei handelt es sich oft um Länder, in denen der Islam die Staatsreligion ist – beispielsweise die Türkei, Ägypten, Tunesien und Marokko. Aber auch die Vereinigten Arabischen Emirate mit Dubai haben sich in der Gunst deutscher Urlauber fest etabliert. Kulturreisende zieht es darüber hinaus nach Jordanien und Syrien mit ihrem reichhaltigen kulturellen Erbe oder weiter fort auf die Malediven, nach Malaysia und Indonesien.

Damit es beim Urlaub in einem islamischen Land nicht zum Kulturschock kommt, sollten einige Grundregeln beachtet werden. Vor allem der viel stärkeren Trennung von Männern und Frauen sollte Respekt gezollt werden, ebenso den relativ strengen Kleiderregelungen.

Von männlichen Touristen wird generell erwartet, dass sie außerhalb der Strände und der Hotelgelände lange Hosen und T-Shirts oder Polohemden tragen, die die Schultern bedecken. Der Kontakt zu einheimischen Frauen sollte vermieden werden, wenn es sich nicht um Hotelangestellte handelt oder Frauen, die in der Öffentlichkeit auf Touristen zugehen, z.B. an Marktständen. Dies gilt vor allem beim Besuch von Privathäusern, wo es den Frauen überlassen werden sollte, ob sie mit dem ausländischen Besuch in Kontakt treten möchten oder nicht.

Von weiblichen Touristinnen wird nicht erwartet, dass sie sich verschleiern. Der Respekt vor den Einheimischen sollte es jedoch gebieten, lange Hose oder Röcke zu tragen und weite Oberteile, die die Schultern bedecken. Bei einem Moscheebesuch muss auch der Kopf mit einem Tuch bedeckt werden. In Abu Dhabi werden für den Besuch der berühmten Sheik Zayed-Moschee schwarze Abayas kostenlos an Besucherinnen verteilt, ohne die das Betreten nicht erlaubt ist.

Wer gerne fotografiert, sollte darauf achten, keine einheimischen Frauen ungefragt zu fotografieren. Auch Männer sollten vorher um ihre Erlaubnis gebeten werden. Händler auf dem Bazar erlauben meistens gerne ein Bild ihrer prachtvoll dekorierten Läden gegen ein kleines Bakschisch. Andere machen sogar ein regelrechtes Geschäft daraus als Fotomotiv zu dienen, wie z.B. die traditionell gekleideten Wasserverkäufer in Marokko.

Bakschisch und das Feilschen um den Preis gehören in islamischen Ländern zur Lebensart. Statt sich darüber zu ärgern, sollte man es akzeptieren – spätestens wenn auf dem Bazar ein gutes Schnäppchen gelungen ist, macht das Feilschen ohnehin großen Spaß. Dabei jedoch immer freundlich bleiben!